Schneller schreiben: Blogartikel in Mopsgeschwindigkeit verfassen

schneller schreiben

Wie schreibe ich schneller – eine sehr häufige Anfrage. Ich kann das gut verstehen, Zeit ist kostbar. Um dir Zeit zu sparen, teile ich 9 Tipps mit dir!

Vorab ist mir wichtig, dass dir folgendes klar ist: Ein guter Text braucht Zeit. Wenn du dir diese nicht nehmen willst, lagere das Texten aus. Planen, strukturieren, recherchieren, überarbeiten: das ist nicht in 20 Minuten erledigt. Ein professionell verfasster Text mit rund 1000 Wörtern kann je nach Kenntnisstand 2 – 4 Stunden dauern. Mit ein paar Tipps und Tricks lässt sich die Zeit aber reduzieren.

Wörter sind Gedanken, die über deine Finger aus deinem Kopf fließen. Wir haben also zwei Ansatzpunkte, um dich beim Schreiben schneller zu machen: Körper und Geist. Wir beginnen mit dem Körper.

Lass uns starten!

1. Schneller tippen

Als ich noch jung war, hatte ich Textverarbeitung in der Schule. Mit simplen Schreibprogrammen habe ich stundenlang „jf jjf fjf jfj fj“ und „ kjo kjf asd“ getippt. Damals eine Qual, heute ein Segen. Ich tippe fast in Lichtgeschwindigkeit 😉

Du musst nicht unbedingt das 10-Finger-Schreiben auf Profilevel beherrschen. Was wichtiger ist: Nimm gerne acht Finger, wenn du willst, solange du weißt, wo die Buchstaben sind. Was Zeit kostet, ist die Buchstabensuche.

Wenn du Lust auf das Retro-Feeling hast oder tatsächlich üben willst, kann ich dir diese Seite empfehlen:
https://www.tippenakademie.de

2. Gesprochenes aufnehmen

Alternativ zum Tippen kannst du aufnehmen, was du sagst und es transkribieren lassen. Das ist DER Tipp für alle, die sagen „Ich kann besser sprechen als schreiben!“

Erstelle vorher einen groben Leitfaden, bspw. mit Fragen, damit du nicht einfach drauflos plapperst und hinterher kaum brauchbaren Text hast.

Um deinen Monolog aufzunehmen, gibt es viele verschiedene Varianten, z. B.:


  • – Text über das kleine Mikrofon auf dem Handy direkt in die App deiner Wahl einsprechen
  • – Google Docs nutzen und dort aufnehmen (Mikro-Symbol)
  • – Text mit dem Handy als Sprachaufnahme aufnehmen und mit einer Software transkribieren lassen
  • – Text mit dem Handy als Sprachaufnahme aufnehmen und von FreelancerInnen transkribieren lassen
  •  

Der Vorteil: Du streichst unnötiges und hast direkt einen authentischen Text.

Der Nachteil: Je nach gewählter Variante kann die Nachbearbeitung erheblichen Aufwand mit sich bringen.

3. Vor dem Schreiben planen

Wenn du vor dem Schreiben eine grobe Struktur und das konkrete Thema festlegst, kannst du effizienter und zielgerichteter schreiben. Du musst nur noch die Lücken füllen.

Ohne Planung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du keinen roten Faden hast und keine klare Aussage. Dir erst während dem Schreiben zu überlegen, was als Nächstes kommt, kostet Zeit!

4. Lass dich nicht ablenken

Stell dir einen Timer und mache in dieser Zeit nichts anderes als schreiben. Löcher in die Luft starren, während du nachdenkst, gehört natürlich dazu 😛
Was nicht dazugehört: Überarbeiten, kurz E-Mails checken, schnell auf Instagram nach neuen Likes und Kommentaren gucken.
Eine beliebte Methode ist die Pomodoro-Technik – 25 Minuten konzentriert arbeiten, 5 Minuten Pause und von vorn.

Erscheinen dir 25 Minuten zu lang, versuch 15. In Kombination mit Tipp 3, der Planung, kannst du in der Zeit einiges an Text tippen.

Für die Pomodoro-Technik gibt es Apps, wenn du es mehr fancy magst und nicht den schnöden Smartphone-Timer nutzen willst. Ich habe „Focus To-Do“ auf dem Smartphone. Da gibt es sogar „Strenger Modus“: Handy sperren und Apps blockieren.

Auch für deinen Rechner gibt es Anwendungen, die keine Ablenkung erlauben. Ein Beispiel ist die Software Cold Turkey Writer, die wirklich alles andere auf deinem Rechner blockt.

5. Erst schreiben, dann überarbeiten

Schreiben und Überarbeiten sind zwei unterschiedliche Prozesse, die auch getrennt voneinander durchgeführt werden sollten. Mischst du sie dennoch, bremst du einen der Prozesse immer wieder aus und wirst so wesentlich langsamer.

Blende den Perfektionismus aus: lass Rechtschreibfehler stehen, geratene Kommas auch.

Ich gestehe: Auch ich habe gesündigt.

Manchmal, da tippe ich etwas und finde es direkt doof. Ich kann dann einfach nicht warten, bis ich mit dem Text fertig bin. Das ist wie ein Juckreiz nach einem Stich: Du weißt, du solltest besser nicht kratzen, aber es juuuuuckt sooo!

Möchtest du ohne zusätzliches Tool arbeiten, wechsle einfach die Schriftfarbe zu weiß. Dann siehst du keine Fehler 😀

Wenn du nicht weißt, wie du deine Texte überarbeitest, kann ich dir wärmstens meinen Onlinekurs „text4success“ empfehlen – damit holst du das Beste aus deinen Texten 😉

6. Führe eine Schreibroutine ein

Mach Schreiben zu deiner Gewohnheit. Wie auch bei anderen Tätigkeiten wird dir das Schreiben leichter fallen, wenn du es regelmäßig übst. Du musst dafür nicht täglich mehrere Stunden investieren – es reicht, wenn du täglich 15 Minuten schreibst. Du wirst merken: Mit der Zeit wird es einfacher und schneller!

Plane dir feste Zeiten ein und halte dich dran – es wird nicht aufgrund von „wichtigeren“ Tätigkeiten oder Unlust verschoben. Und: Keine Ablenkung! Siehe Tipp 4 😉

Wenn es dir bisher schwerfällt, regelmäßig und entspannt zu schreiben, willst du vielleicht Teil meiner Steady-Community werden. Monatlich schreiben wir 5 Tage gemeinsam zu festgelegten Themen jeweils 15 Minuten. Ich bin live dabei und mache mit! 🙂 Schau gerne auf Steady vorbei.

7. Meditiere!

Ja, richtig gelesen 🙂 Ein Grund für langsames Schreiben ist das Abschweifen deiner Gedanken. Wenn du merkst, dass dir zu viele Dinge durch den Kopf gehen und du von einem Gedanken zum nächsten springst: Schreibe schnell alles auf und lege dann eine kurze Meditation ein, um zur Ruhe zu kommen.

Auf YouTube gibt es unendlich viele geführte Meditationen – such dir eine 5–10 minütige Meditation aus und fange danach mit dem Schreiben an.

8. Führe Interviews

Suche ExpertInnen für Themen, die gut zu deinem Inhalt passen und bitte sie um ein Interview.

Du kannst ihnen deine Fragen dann einfach zusenden und sie schriftlich beantworten lassen. Tadaaa! Fertig ist dein Text 😉

Abgesehen davon sind Zusammenarbeiten dieser Art auch förderlich für dein Netzwerk und deinen Traffic.

Ich biete übrigens auch die Möglichkeit für Gastartikel und Interviews 🙂

9. Mach es dir gemütlich

Du kannst überall gleich gut schreiben? Dann überspring den Tipp 😉

Ansonsten: Beobachte, welcher Platz dich beim Schreiben positiv sowie negativ beeinflusst.

Ich schreibe z. B. gerne am Esstisch, aber ergonomisch gesehen ist das die Hölle – ich sitze auf dem Stuhl wie eine Banane die ardha matsyendrasana macht. Selbstverständlich benötigt es für diese Verrenkungen auch ein bequemes Outfit. Bluse und Chino? Nein Danke! Leggins und ein bequemes Shirt? Her damit!

Mehr als ein bisschen Lüfter-Rauschen und das Klappern der Tastatur lenkt mich außerdem zu sehr ab. Ich weiß nicht, wie Menschen im Café schreiben können.

Achte also auf dich und deine Umgebung: Geräusche, Möbel, Outfit, Ergonomie – wo und wie schreibst du am besten?

Zusammenfassung

1. Schneller tippen

2. Gesprochenes aufnehmen

3. Vor dem Schreiben planen

4. Lass dich nicht ablenken

5. Erst schreiben, dann überarbeiten

6. Führe eine Schreibroutine ein

7. Meditiere!

8. Führe Interviews

9. Mach es dir gemütlich

Ein paar Weisheiten zum Schluss:


Mix it – kombiniere die Methoden untereinander. Viel hilft viel 😀 Zumindest bis zu einem gewissen Punkt 😉

Probieren geht über studieren – teste, was für dich am besten funktioniert.


WICHTIG: BESSER SCHREIBEN IST WICHTIGER ALS SCHNELLER SCHREIBEN.


Hier geht es zu meinen Tipps, um deinen Text verständlicher zu machen.

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